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Chatten gegen Corona-Frust
für Kinder und Jugendliche in Holzen

 „Wir nehmen deine Sorgen ernst“

Wenn Kinder und Jugendliche Sorgen und Nöte haben, braucht es oft eine ordentliche Portion Mut, dieses auch auszusprechen. In den meisten Fällen fängt die Familie die jungen  Menschen auf und die Eltern, Geschwister oder Freunde sind die erste Anlaufstelle. Aber was, wenn das nicht so ist? Wenn Eltern mit den eigenen Sorgen stark unter Stress stehen und selber Schwierigkeiten mit der Situation haben, ziehen Kinder sich oft zurück und machen die Probleme mit sich selbst aus. In Zeiten von Corona sind gerade Jugendliche besonders stark von der Isolation belastet. Ihnen fehlen die sonst täglichen Kontakte in der Schule oder auch am Nachmittag im Verein zum Beispiel beim Fußball- oder Schwimmtraining. Da kann sich leicht eine gute Portion Frustration aufbauen. „Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen und bis hin zu seelischen Problemen können sich aufstauen und den jungen Menschen zusetzen“, so Paulina Risse. Paulina Risse und Mathis Schlinkmann sind ehrenamtlich als  Jugendwarte in Holzen tätig und betreuen den Holzener Jugendraum. Es  geht den beiden in erster Linie darum, die Jugendlichen im Ort zu einer  Gemeinschaft zusammenzuführen. Das geschieht durch gemeinsame Aktivitäten und Freizeitangebote. Allerdings fallen diese Veranstaltungen coronabedingt zurzeit ins Wasser. Die beiden möchten aber trotzdem aktiv etwas für den Ort und die Jugendlichen leisten.
„Darum haben wir uns überlegt, ein Sorgentelefon für die Kinder und Jugendlichen einzurichten“, berichtet Mathis Schlinkmann.
„Es geht  uns darum, als junge Berater den Jugendlichen ein  Unterstützungsangebot zu machen. So bieten wir eine offene  Sprechstunde über Zoom an, wo sich die Jugendlichen auch in einem  Chat gemeinsam treffen und über die Nöte reden können“, so Mathis  Schlinkmann weiter.
Zudem bieten die beiden auch Einzelgespräche an,  in denen sie sich auf die Jugendlichen individuell einstellen, zuhören und  nach einem guten Weg suchen. „Wir hoffen sehr, dass das Angebot  angenommen wird. Sei es, um gemeinsam im Chat zu quatschen oder  darüber zu berichten, wie man gerade die Zeiten erlebt und meistert.  Wichtig ist es uns auch, den Kontakt im Dorf zu halten und zu fördern“,  erklärt Paulina Risse. Für die Zoom-Konferenz werden sich die Jugendlichen anmelden können und vor Beitritt geprüft. Es soll verhindert  werden, dass Außenstehende unerlaubt an der Runde  teilnehmen können. Mit Mathis Schlinkmann und Paulina Risse sind für diese Aktion zwei junge Profis am Werk. Mathis Schlinkmann (27 Jahre), ist als Fachinformatiker darauf bedacht, die Zoom-Konferenz sicher zu gestalten. Paulina Risse (22 Jahre), hat gerade ihr Psychologiestudium mit dem Bachelor abgeschlossen. Beide sind in Holzen aufgewachsen und leben dort.